Teil 1: Zuhaus - Vaasa - Umeå - Tärnaby
Part 1: Home - Vaasa - Umeå - Tärnaby
Die erste Etappe unserer Reise führte uns nach Vaasa, von wo aus wir die Fähre nach Umeå nehmen wollten. Da kein Regen vorhergesagt war, wollte ich auf halbem Weg in Yyteri, am Strand bei Pori, eine Pause machen, dort die Jungs ordentlich müde spielen und mir selbst ein Picknick genehmigen... Aber dann schlief ich zu lange, packte zu langsam, es gab (gefühlt) tausende Baustellen und noch mehr Schleicher auf der Straße... und es wurde spät und später. Da es aber so im Plan stand, fuhr ich trotzdem nach Yyteri, obwohl das einige Kilometer Umweg bedeutete. Aber ein Plan ist ein Plan ist ein Plan! ;-) Die Jungs wurden schnell bespaßt und dann ging es schon wieder weiter nach Vaasa.
First part of our travel led us to Vaasa from where we wanted to take the ferry to Umeå. The idea was to stop in Yyteri beach, make the boys real tired there and to have a picnic. But somehow I slept too long, packed the car too slowly, there were (approximately) a thousand construction sites and even more super slow drivers on the road... time was running through my fingers. But because it was the plan, I drove to Yyteri even though it meant a few extra kilometer. Because a plan is a plan is a plan! ;-) In the end, I played with the boys only shortly before continuing to Vaasa.
Die Fährüberfahrt nach Umeå dauert knapp 4 Stunden, so dachte ich. Nach 2 Stunden wurde es mir schon recht langweilig, es gab nicht viel zu sehen (kein Archipelago) und mein Hintern tat langsam weh, und nach 3 Stunden war ich froh, dass es ja nur noch eine Stunde bis zur Ankunft ist... Bis mir dämmerte, dass die Ankunftszeit die lokale Zeit ist und der finnischen Zeit demnach eine Stunde hinterher hinkt. Also waren es letztlich fast 5 lange Stunden Überfahrt... Da war es ganz gut, dass ich noch nicht gepicknickt hatte - Essen vertreibt ja bekanntlich auch ganz gut die Zeit! :) Ausserdem hatten die Jungs sehr viel Spaß auf der Fähre. Sie haben gespielt und gespielt - von Angst keine Spur. Und weil die Zwei eben so putzig sind, gesellte sich ab und an mal ein Passagier zu mir und plauderte mit mir (auf finnisch! :) ). :) Besonders Charlie wusste die Fremden gut einzusetzen. Er schmiegte sich an jedes Hosenbein und forderte mit seiner Schnauze stupsend zum Streicheln auf - mit Erfolg, selbstredend. :-D
Bei jeder dieser Begegnungen wurde ich natürlich auch immer wieder gefragt, was das denn für eine Rasse sei. Ich weiß nicht, wie oft ich K-r-o-m-f-o-h-r-l-ä-n-d-e-r buchstabieren musste (was ohnehin nicht hilft, kann sich schließlich kein Mensch merken). :-D Aber lustigerweise wurde ich fast ebenso häufig gefragt, ob meine Zwei denn Brüder wären. Ich weiß gar nicht wie man darauf kommt... Aber vermutlich machen wir einen so familiären Eindruck, dass auch ich für die leibliche Mutter gehalten werde... ;-) :-P
The ferry ride was supposed to take just under 4 hours, or so I thought. After 2 hours I was already bored and my butt started to hurt. After 3 hours I was really happy that I had to hang in there for only one hour more... Only to realise that the arrival time was of course local time, and thus one hour behind Finnish time... So in the end, I spent almost 5 long hours on this ferry. Luckily, my picnic in Yyteri hadn't worked out, so at least I could kill time by eating. :) And the boys were having fun! No sign of fear at all. And because they are so cute, every now and then a passenger came by to talk with me (in Finnish! :) ). Charlie took advantage of all of them by pressing himself against their legs and prompting them to pet him - very successfully so! :-D
And of course every single time I was asked about this peculiar breed. Countless times I have spelled K-r-o-m-f-o-h-r-l-ä-n-d-e-r (in vain of course, because who is supposed to remember this?). :-) And almost as often I was asked whether my boys are brothers. I don't know where people get this idea from... But maybe we look so much like a family that I am also mistaken for their biological mother... ;-) :-P
Nach der Fähre waren es nur noch ein paar Kilometer bis zu einer Jugendherberge. Die war wirklich schön eingerichtet und bis auf's letzte Zimmer ausgebucht. Wir bekamen das letzte Zimmer, das doch recht klein war. Nachdem ich meine Reisetasche und das Hundebett aus dem Auto ins Zimmer geholt hatte, gab es auf dem Boden keine freies Fleckchen mehr... Aber für eine Nacht war es kein Problem. Für die Jungs war es anfangs recht komisch in dem kleinen Zimmer zu sein. Stocksteif saßen sie da und warteten wohl darauf, dass wir wieder nach Hause fahren. Als ich das Zimmer zum Duschen verließ, konnte ich sie durch die Wand bei dem kleinsten Geräusch bellen hören... Da schwante mir schon Böses für den Rest der Reise. Aber sobald ich wieder im Zimmer war, gab's keinen Mucks mehr, und die zwei schliefen erschöpft ein. :)
After the ferry ride, I drove only a few more kilometer and stayed in a pretty little youth hostel by a river. It was fully booked and we got the last room - a very small one. After getting my travel bag and the dog bed inside, there was no free spot left on the floor any more. But for one night, that was just alright.
For the boys it was at first really weird to be locked in this small room. They sat very stiffly, ready to go back home. When I left them alone in the room to take a shower, I could hear them through the walls barking at every little sound... I had a bad feeling about how that would continue during the rest of the vacation... But as soon as I was back in the room, the boys fell asleep immediately. It's been an exciting first day for them. :)
Am nächsten Tag ging es dann knapp 400 km nach Tärnaby, wo ich unsere erste Airbnb Unterkunft gebucht hatte. Ich war schon auf der Autofahrt total happy. Alles war so schön. :-D Und auch die Hunde blieben erstaunlich gelassen im Auto - sogar Charlie schlief in seinem Käfig!!
The next day we drove about 400 km towards Tärnaby, where I had booked the first Airbnb stay. I was so happy already during the car ride; everything looked just so beautiful! :-D And even the boys were surprisingly relaxed - even Charlie slept in his cage!!
Wir verbrachten dann in Tärnaby 2 Nächte in Frank's kleinem Mökki, einem kleinen Holzhäuschen direkt neben seinem Haus, wo er auch die Verwandtschaft unterbringt. Derzeit z.B. die Schwester seiner thailändischen Frau. Die musste dann nun aber für 2 Nächte auf die Gästecouch ins Wohnhaus ziehen, weil ja ich, ein zahlender Gast!, das Mökki okkupierte. :-D
Frank war im Vorfeld schon sehr hilfreich gewesen, hatte mir den Weg beschrieben, und als ich im strömenden Regen bei ihm ankam, stand er pitschnass draußen vor dem Haus, um mich willkommen zu heißen. :-D Er zeigte mir alles und meinte, dass ich jederzeit vorbeikommen könne, wenn ich etwas bräuchte - und danach habe ich Frank nie wieder gesehen. ;-) Keine Sorge, er ist noch wohlauf! Aber ich brauchte eben nichts, und Frank hatte seinen eigenen Alltag. :) Das ist für mich übrigens das perfekte an Airbnb - man kann seine Ruhe haben (wie in einem Hotel), aber wenn man will, bekommt man persönliche, lokale Betreuung! ;-)
Das Mökki war auch recht klein, aber es gab ein extra Schlafzimmer und immerhin genug Platz, um sich auch fortbewegen zu können. Stöpsel fand augenblicklich einen Schlafplatz - auf dem Fußabtreter vor der Eingangstür - oder später auf meinem Kopfkissen. :-D Und auch Charlie entspannte sich nach kurzer Zeit. Beide schienen sich von Anfang an wie Zuhause zu fühlen. :-)
We spent 2 nights in Tärnaby in Frank's little Mökki, a small wooden cottage right next to his own house. He uses this Mökki e.g. to accommodate relatives. When I, a paying customer, arrived, his Thai sister-in-law had stayed in the cottage, but had to sleep on the guest couch in the main house for 2 nights. Hupsista. :-D
Frank was very friendly, he made sure that I find the way to his house, and when I arrived in heavy rain, he waited outside the house for me, completely soaked, just to welcome me. He showed me around and said that I could come and ask any time, if I should need something. After that, I never saw Frank again. ;-) Worry not, he's still alive and well! But I didn't need anything, and he had a life of his own. :) But this is just why I like Airbnb so much - if you want, you can have your privacy (just like in a hotel), but if you wish for more human interaction, you can get personal, local support and guidance! :-)
The Mökki itself was quite small, but there was at least enough space to still being able to walk around. Stöpsel found his sleeping spot instantly - on the doormat - or later on my pillow. :-D And also Charlie chilled out after a short time. They had no trouble feeling at home in this little Mökki. :-)
Am Tag nach unserer Ankunft zeigte sich der Wettergott wieder von seiner gnädigen Seite: Kein Regen, und die Wolken verschwanden im Laufe des Tages auch. Als erstes Ziel hatte ich mir die Besteigung des "Atoklimpen" (1006 m) vorgenommen - der lag nämlich quasi direkt vor Frank's Haustür. :-D
Der Atoklimpen war wohl mal ein sehr heiliger (oder zumindest wichtiger) Berg für die Sami, die hier einmal gelebt haben. Für mich war es der erste Berg, den ich nach grob 15 Jahren wieder bestiegen habe! :-D Es war recht anstrengend und teilweise war es mir etwas mulmig im Bauch, weil man kurz vorm "Gipfel" doch ganz schön klettern musste. (Im Nachhinein war das natürlich ein Witz... aber zu dem Zeitpunkt war es eben der erste Berg und ich war ahnungslos dessen, was noch kommen würde... :-D ). Aber es hat so Spaß gemacht!!! Alle 5 Minuten blieb ich stehen, schaute um mich, und war angesichts der Berge um mich herum einfach nur happy! Die Wolken störten mich kein bisschen, ich fand die Aussicht trotzdem wunderschön.
Charlie und Stöpsel waren freilich auch sehr happy. So viel frische Luft und so viel Zeit mit mir! :-) Nur Stöpsel musste ich zeitweise an die Leine nehmen, weil er, sobald er andere Wanderer entdeckte, die auf UNSEREN Berg wollten, umgehend anknurrte und bellend auf sie zu lief. Ja, auf dieser Wanderung wurde ich nicht zu meinen wundervollen Hunden befragt... ;-) :-D
The day after our arrival, the weather god showed mercy: no rain, and the clouds disappeared during the day. My goal for the day had been to conquer mount "Atoklimpen" (1006 m) - as it was almost directly in front of Frank's house. :-D
This mountain is said to have been a holy (or at least very important) mountain to the Sami people who used to live here once upon a time. For me it was the first mountain I climbed after roughly 15 years! :-D It's been quite exhausting, and at times I had an uneasy feeling in my stomach, because one had to do quite a bit of climbing just before reaching the mountain top. (With hindsight it wasn't bad at all - but at the time it was the first mountain and I had no idea what was yet to come... :-D ). But it was fun! So much fun!!! Every 5 minutes I stopped, looked around and enjoyed the mountains surrounding me! I didn't mind the clouds at all, the scenery was still very beautiful to me.
Charlie and Stöpsel were very happy, too. All this running at fresh air, and so much time with me! :-)
Only Stöpsel had to be leashed every now and then, because he growled and ran barking at other hikers, who dared to climb OUR mountain. Yep, during this trip I haven't been questioned about my wonderful dogs... ;-) :-D
last chance! :-D
reindeers! and snow!! :-)
Don't come any closer, or else I'll kill you! ;-)
Und weil's so schön war, habe ich mir noch einen anderen (angemessenen ;) ) Wanderweg, den sog. Königinnenweg, raus gesucht, und wir liefen auch den für ein paar Kilometer (allerdings nicht den gesamten Wanderweg). Am Ende des Tages waren wir schön ausgepowert - und glücklich. :-)
Because it's been so much fun, I still searched for another hiking trail in the area, and so we walked a couple of kilometer on the so-called "Queen's trail" (not the whole trail). At the end of the day we were all very tired - and happy-happy. :-)
Stöpsel, a little high on fresh air ;)






















Hi Anja,
ReplyDeletesuper Sache. Werde begeistert deinen Urlaub lesen. So schoene Bilder mit Natur und Hunden. lari96
Das ist auch eine kleine Zeitreise fuer Dich... So'n bisschen zumindest. :)
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